Draußen schlafen: 7 Tipps zum übernachten unter freiem Himmel

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Das schlafen unter einem traumhaften Sternenhimmel ist ein großes Abenteuer. Die Geräusche der Natur, der Blick in den Himmel, die frische Luft die einen umgibt, das sind nur einige Gründe für das Schlafen im Freien. es ist was besonders, das man so schnell nicht vergessen wird.

Hohes Moos – Stubaital

    1. Darf man das überhaupt?

      Die Gesetzeslage ist Land für Land sehr unterschiedlich. In Nordeuropa gilt das Jedermannsrecht, was es uns weitestgehend erlaubt, frei zu campieren. In der Welt wird das Biwakieren sehr unterschiedlich gehandhabt. Grundsätzlich kann jedoch gesagt werden, dass ein Schlafplatz im Naturschutzgebiet, in Nationalparks oder Jagdgebieten nicht zulässig ist.

    2. Wann ist der richtige Zeitpunkt um Nachts draussen zu schlafen?

      Der Zeitpunkt hängt von den bisher gesammelten Erfahrungen eines Jeden einzelnen ab. Wer überhaupt noch keine Erfahrung im draussen schlafen hat, der sollte sich einen schönen Sommertag mit Gut-Wetter-Garantie für dieses Abenteuer heraussuchen. Die Herbst oder Winter Monate eignen sich eher für erfahrene draußen Schläfer.

    3. Wo ist der Richtige Ort zum draußen schlafen?

      Der “richtige” Ort zum übernachten muss individuell gewählt werden. Aufpassen sollte man, dass man nicht den coolsten Partyplatz im Wald, einem Liebesnetz für Paarungswillige oder in der Nähe von Öffentlichen Plätzen sein Nachtlager aufschlägt. Des Weiteren sind Schlafplätze in direkter Fluss oder Bach Nähe eher ungünstig, da es hier zu einer erhöhten Feuchtigkeit kommen kann. Auch sollte darauf geachtet werden, dass man den Schlafplatz im Falle eines Notfalls schnell und sicher wieder verlassen kann. Denkt an Fluchtwege!

    4. Welches Equipment brauche ich zum nächtigen in der Natur?

      Bei der Wahl des Equipment stehen die persönlichen Vorlieben natürlich im Vordergrund. Wer Nachts gut schläft, kann am nächsten morgen auch gut durchstarten. Für mich hat sich bewährt:

      • eine Unterlage ca. 1m x 2m
      • eine gut gepolsterte, wetterfeste Isomatte
      • ein warmer Schlafsack – beim Schlafsack galt: Aus einem Sommerschlafsack macht man keinen Winterschlafsack! Aus einem Winterschlafsack kann man immer noch eine “Decke” machen!
      • Eine Stirnlampe in griffbereiter Nähe
    5. Umgang mit wilden Tieren

      In Mitteleuropa gibt es so gut wie keine gefährlichen wilden Tiere, bis auf ein paar Bären in Südtirol oder wilde Hunde in Italien oder Portugal. Das was einen eher zur Weißglut bringen kann, sind kleine Tiere, wie Mücken oder Gnitzen. Vor allem in Feuchtgebieten kann die Nacht zu einer echten Qual werden. Abhilfe kann ein kleines Feuer schaffen oder man legt sich an einen leicht windigen Ort.

    6. Was tun bei Kälte?

      Ein Schlafsack funktioniert über mehre verschiedene Luftpolster. Am besten ist es, bei Kälte die Socken anzulassen und sich eine Kopfbedeckung aufzusetzen. Bekleidungstechnisch reicht in der Regel eine Unterhose und T-Shirt (je nachdem wie kalt es draussen ist). Hat man das alles an, so heißt es “Schotten dicht”. Kopfschutz des Schlafsacks und im Halsbereich des Schlafsacks alles mit den entsprechenden Bändchen zu ziehen.

    7. Was sollte ich möglichst meiden?

      Müll. Jeder Schlafplatz sollte so verlassen werden, wie man ihn vorgefunden hat. Das gilt auch für Feuerreste!

Mike Strübing

Mein Name ist Mike Strübing. Ich bin 1976 in Berlin Treptow geboren. Seit 2007 lebe ich im oberbayerischen Murnau am Staffelsee.

Ich halte es mit dem Spruch von Alexander von Humboldt:
»Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.( The most dangerous worldview is the worldview of those who have not viewed the world )«

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