Gargnano am Estufer des Gardasees, ist eine kleine Oase der Ruhe, am sonst gut besuchten Lago. Mit dem typisch mediterranem Flair, reicher Geschichte und authentischem italienischem Lebensgefühl, ist der Ort zwar kein Geheimtipp mehr, kennen tun ihn aber dennoch die wenigsten Reisenden.
Der Ort verbindet Natur, Kultur und Erholung und bietet für Familien, Aktivurlauber, Genießer und Geschichtsinteressierte zahlreiche Möglichkeiten. Umgeben von sanften Hügeln, den zahlreichen Zitronenhainen und der Uferpromenade begeistert der Ort mit seinem authentischen Charakter, schmalen Gassen und prunkvollen Villen.
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Wie bei sovielen Orten am Gardasee, reicht auch in Gargnano die Geschichte bis in Antik zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 973.
Im Mittelalter gehörte Gargnano zur Herrschaft der Visconti von Mailand, welche Mailand und die Lombardei lange regierten. Später wechselten die Herrscher und der Ort viel unter die Vorherrschaft der Republik Venedig.
Franziskanermönche gründeten im 13. Jahrhundert das Kloster San Francesco. Im 19. Jahrhundert geriet Gargnano während des dritten italienischen Unabhängigkeitskrieges ins Kreuzfeuer, als österreichische Truppen die Stadt vom See aus beschossen – einige Mauern zeigen noch Kanonenkugeln.
Eine kuriose historische Episode: Während des Zweiten Weltkriegs bezog Mussolini die Villa Feltrinelli als Residenz, die heute ein Luxus Hotel ist.
Das kleine Kloster San Francesco ist die Hauptsehenswürdigkeit in Gargnano. Gegründet wurde das Klsoter im Jahre 1289 von Franziskanermönchen auf Geheiß des Bischofs von Brescia.
Ihr Bau ist eng mit dem hl. Franz von Assisi verbunden und symbolisiert die franziskanischen Werte von Armut und Einfachheit. Im Mittelalter entstand das angrenzende Kloster, dessen quadratischer Kreuzgang im frühen 14. Jahrhundert erbaut wurde. Besondere Bedeutung erlangte das Gebäude ab dem 19. Jahrhundert als Lagerhaus für Zitronen und wurde 1912 als nationales Denkmal eingestuft.
Das Äußere der Kirche ist schlicht und romanisch gehalten und bewahrt seinen ursprünglichen Charakter. Besonders auffällig an der Fassade ist eine Votivstatue des Hl. Antonius von Padua aus dem Jahr 1301. Das Kircheninnere wurde im 17. und 18. Jahrhundert umfassend umgestaltet
Der kleine Hafen von Gargnanon prägt das historische Zentrum des kleinen Ortes. Lange Zeit war der Hafen die wichtigeste Verbidnung für die Einwohner zur Aussenwelt, da der Ort lange nur über den Seeweg zu erreichen war.
Heute ist der Hafen zugleich das touristische Zentrum von Gargnano, finden sich hier doch zahlreiche Restaurants und Cafe´s, sowie eine Eisdiele, die es in die Liste unserer Top Eisdielen am Gardasee geschafft hat, die Bar Gelateria Azzurra.
Die Limonaia Pra de la Fam in Gargnano ist ein historisches Zitronengewächshaus und ein bedeutendes Zeugnis der traditionellen Zitruskultur am Gardasee, sowie man es in Limone sul Garda ebenso findet. Nur das die dortigen Limonen Terassen, sehr überlaufen sind.
Der Name „Pra de la Fam“ bedeutet „Wiese des Hungers“ und geht auf eine alte Fischerlegende zurück: Fischer, die durch Gegenwinde gezwungen waren, hier lange ohne Nahrung auszuharren, suchten an diesem Küstenabschnitt Schutz.
Für Kinder gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Entdecken und Erleben:
Kleine Strände und Spielplätze am Seeufer
Bootsfahrten und Segelkurse auf dem Gardasee
Ausflug zur Limonaia Pra de la Fam mit lehrreichen Führungen
Abenteuerliche Wanderungen in den Bergen rund um Gargnano.
Gargnano ist seit der Eröffnung der Gardesana Occidentale 1931 bequem per Auto erreichbar. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Desenzano oder Brescia.
Wer mit dem Wohnmobil reist, nutzt die gut ausgebauten Seestraßen über Saló. Zumindest was die größeren Wohnmobile angeht. Die Strecke über Limone sul Garda ist recht schmal.
Alternativ fahren Schiffe am Seeufer an verschiedene Orte, darunter den hübschen Hafen von Gargnano.
Es gibt keinen direkten Wohnmobilstellplatz in Gargnano. Wer mit dem Camper anreist, muss auf einen Campingplatz gehen.
In Gargnano und Umgebung gibt es mehrere Campimngplätze, darunter der Camping Giglio im Hügelort Navazzo di Gargnano mit Blick über den See und die bewaldeten Hügel, sowie der Camping Rucc (Tel +39 0365 71805) in zentraler Ortslage von Gargnano.
Der Ort bietet nicht viele Hotels oder Appartments an. Eine kleine, aber feine Auswahl zu Unterkünfte in Gargnano, findet Ihr hier.
Die beste Reisezeit für einen Besuch in Gargnano am Gardasee liegt zwischen Juni und September. In diesen Monaten herrschen warme Sommer-Temperaturen, die ideal für Aktivitäten am und auf dem See, Sonnenbäder und Erfahrungen der Umgebung sind. Die Temperaturen können in dieser Zeit oft über 25 Grad Celsius steigen, und das Wasser des Gardasees ist angenehm warm zum Baden.
Gargnano ist ein kleiner Ort, der sich sehr gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet läßt.
Gerade im Bereich des Hafens und der Uferpromenade finden sich einige Cafés und Restaurants, die fangfrischen Fisch, Olivenöl und Zitrusfrüchte aus der Region aufwahrten.