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Homfjellet im Setesdal – Wanderung mit steilem Ausblick in Südnorwegen

Kurvenreich fließt der Fluss Otra durch das enge obere Setesdal. Vom Homfjellet aus hat man einen wunderbaren baumfreien Ausblick auf Fluss und Tal und die steile felsige Südflanke, und bewegt sich dabei in abwechslungsreicher Landschaft. Eine absolut empfehlenswerte Wanderung, wenn man drei bis vier Stunden Zeit hat.

Daten

  • mittelschwere Tour
  • Dauer: 3,5 h
  • Distanz: 8,7 km (ohne den Rückweg an der Straße)
  • Auf-/Abstieg: 725 Höhenmeter
  • Ausgangspunkt: RV9, 33 km nördlich von Valle, kurz südlich vom Flateland Camping (Koordinate: 59.232593, 7.489457)

Karte

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Bericht

“Der einzige Mensch, der mir unterwegs begegnet ist, war die Sandra”, berichtet mein Mann Matthias. Er hatte heute Vormittag “familienfrei” und hat den Homfjellet (950 m) bestiegen, den wir von unserem Campingplatz aus im Blick haben. “Sie hat aus ihrer Hütte am See rausgeschaut und mich gegrüßt”. Das klingt nach einer Tour nach meinem Geschmack. Und da der Tag erst halb rum ist als er nach 3,5 Stunden zurückkommt, darf auch ich noch in den Geschmack dieser schönen, abwechslungsreichen Wanderung im Setesdal kommen. Wir tauschen also Kind gegen Rucksack und ich starte vom ausgeschilderten Ausgangspunkt (nahe Flateland Camping) los. “Grüß mir die Schafe”, sagt er noch mit einem Augenzwinkern. (Ich liebe Schafe.)

Knackiger Aufstieg

Gleich zu Beginn geht es aufwärts, zuerst auf einem Forstweg, nach etwa 15 Minuten biegt man in einer Kurve auf den Wanderweg ab (den blauen Markierungen folgen). Beim teilweise recht steilen und anspruchsvollen Aufstieg muss ich mich motivieren, der Blick an der steil abfallenden Abbruchkante tut aber sein Bestes.

Blaue Markierungen weisen den Weg

Hat man den Bergrücken bestiegen, verläuft die Route an der Felskante, so dass man einen schönen Ausblick in Richtung Süden über das hier im oberen Teil noch enge Setesdal hat.

An der Abbruchkante geht es steil hinunter

Nach ca. 1,5 Stunden bin ich oben. Der “Gipfel” des Homfjellet selbst ist schwer auszumachen, er ist nur etwas höher als die Umgebung. Man befindet sich auf einer kleinen Hochebene. Der Rundblick von hier aus ist grandios.

Blick vom Homfjellet nach Norden

Geschafft – Matthias auf dem Gipfel des Homfjellet

Steiler Abstieg vom Homfjellet zum Laugardalen

Über ein kleines Hochmoor, entlang der steil abfallenden Kante, geht es mit bestem Ausblick in Richtung eines kleinen Felsplateaus. Der Weg steuert auf eine Schlucht an der Felskante zu und plötzlich finde ich mich in einem idyllischen Tal mit grünen Farnen und einem plätschernden Bächlein wieder. Linkerhand ragen immer steiler die blanken Felswände auf. Direkt unterhalb einer solchen Wand warnt ein Schild vor Steinschlaggefahr. Den Weg muss man trotzdem langsam und vorsichtig gehen, da er steil und steinig ist. Als ich gerade noch überlege, was man bei einem Steinschlag tun sollte, fällt mein Blick durch die Bäume auf einen dunklen See. Ich ermahne mich, dass ich hier nicht stehenbleiben sollte, während sorglos drei Schafe am See grasen.

Glitzernder See und rauschender Bach

Weiter führt der Weg am schon stärker rauschenden Bach entlang, Heidelbeeren verlocken zum Probieren. Über eine Brücke geht es weiter auf der anderen Bachseite und auf einem Schotterweg am glitzernden See entlang. Auch ich sehe die mutmaßliche Sandra und ihren Mann vor ihrer Hütte Sandras Bu. Steil ragt gegenüber die Felswand auf, an der ich runtergekommen bin. Während ich noch bedaure, dass ich kein Häuschen am See besitze, geht der bequeme Fahrweg wieder in einen Wanderweg über und ein weiteres kleines Highlight wartet: ein in gefühlt 100 kleinen Wasserfällen hinabrauschender Fluss, der mich den restlichen steilen Abstieg begleitet. Hier fällt mir auf, dass noch viele Höhenmeter Abstieg auf mich warten, wähnte ich mich am See doch schon fast unten. Über weichen Waldboden und durch einige Weidezäune geht es die letzen Höhenmeter hinab nach Homme.

Das letzte Gatter unten im Tal

Das letzte Stück zum Ausgangspunkt führt auf einer schönen Nebenstraße unter grandioser steiler Felswand. Mit diesem Ausblick fallen einem die letzten Meter nicht so schwer…

Rückweg im Tal unterhalb der Felswand des Homfjellet

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