Malaria

,

Erreger

  • Plasmodium falciparum Malaria tropica
  • Plasmodium vivax Malaria tertiana
  • Plasmodium ovale Malaria tertiana
  • Plasmodium malariae Malaria quartana

Verbreitung

Die Malaria kommt weltweit vor. Zu den Hauptgebieten zählen die Tropen.

Übertragung

Übertragen wird die Malaria von Stechmücken, welche in der Dämmerungszeit am aktivsten sind. Die Mücken stechen nur Nachts und in der Dämmerung

Inkubationszeit

6 – 40 Tage

Symptome

Man unterscheidet zwischen Malaria tertiana, Malaria quartana und Malaria tropica.
Anfallsbeginn meist mit:

  • Schüttelfrost
  • hohem Fieber bis 40 Grad
  • massiven Schweissneigung
  • Abgeschlagenheit
  • Gliederschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Fehlen Grippemerkmale wie Schnupfen oder Halsweh

Grundsätzlich muss man aber sagen, das alles bei der Malaria an Symptomen auftreten kann. Alles ist möglich.

  • Bei der Malaria Malaria tertiana kommt, das Fieber 3tätig wieder
  • Bei der Malaria Malaria quartana kommt das Fieber 4tätig wieder
  • Bei der Malaria Malaria tropica kommt das Fieber kontinuierlich wieder

Da die rhythmischen Fieberschübe bei der Malaria tropica ausbleiben, ist die Gefahr einer Fehldiagnose recht hoch. Grundsätzlich sollte beim Auftreten der genannten Beschwerden, nach Aufenthalt in einem malariagefährdeten Gebiet der Arzt darüber unbedingt informiert werden, um eine entsprechende Diagnostik möglichst schnell einleiten zu können.

Je nach Art der Malaria können des weiteren vorkommen:

  • Erbrechen
  • Durchfälle
  • Kopfschmerzen
  • Kreislaufkollaps

Bedrohliche Komplikationen sind die Verlegung der Gefässe des Gehirns, der Nieren und der Lunge.

Behandlung

In der Regel stationär. Intensiv medizinische Betreuung sollten gewährleistet sein. Bei Verdacht auf Malaria sollte immer ein Arzt besucht werden.
Grundsätzlich gilt, das die Behandlung einer Malaria gehört immer in die Hände eines damit erfahrenen Mediziners.

Vorbeugung

Schutz vor Malaria durch die Einnahme von Medikamenten, Fragen Sie dazu den Arzt Ihres Vertrauens.
Moskitonetz
Lange Bekleidung

Die medikamentöse Malariaprophylaxe beginnt,je nach Medikament, 1 Woche vor dem Abflug ins Zielgebiet und muss bis zu 4 Wochen nach der Rückkehr fortgeführt. Wichtig bei aller Vorbeugung ist vor allem das Verhalten vor Ort. Trägt man Nachts keine lange Bekleidung und schläft man nicht unter einem Moskitonetz, so hat die beste medikamentöse Prophylaxe keinen Wert. Immer mehr Tropenärzte raten auch zu keiner medikamentöse Prophylaxe, sondern zu einer `stand bye` Therapie bzw. dann etwas zumachen, wenn man Malaria hat. Durch die medikamentöse Prophylaxe steigt immer mehr die Resistenz der Stechmücken.

Es gibt zudem einen MalaQuick Schnelltest. Dieser Test: MalaQuickss® ist für Reisende angedacht, bei denen unklare Krankheitssymptome auftreten und die eine schnelle Untersuchung durchführen müssen. Jedoch sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Der Die Preise liegen bei 36.-, bzw. 50.- Euro. Das Ergebnis liegt nach ca. 8 Minuten vor.
Bei zahlreichen Tests gab es jedoch Probleme mit dem Schnelltest und dessen Handbarkeit.
Es ist daher empfehlenswert, sich im Umgang mit diesem Test schulen zulassen.
Es gibt verschiedene Test, von verschiedenen Herstellern.
Grundsätzlich muss man aber sagen, das es sich für einen Kurztrip nicht lohnt sich solch einen Test zu holen. Vielmehr sind solche Tests für Reisende gedacht, welche sich einen längeren Zeitraum im Gebiet aufhalten sollten.
Je nachdem, welches Medikament man bei sich führt, wird eine Therapie durchgeführt.

Medikamente

Bitte fragen Sie Ihren Arzt nach der Form der Einnahme, da diese von Mensch zu Mensch schwanken kann.

ARTEMISIN
Wohl eines der viel Versprechensteen Medikamente, welches aus einer 1500 Jahre alten chinesischen Heilpflanze gewonnen wird. Es muss über einen längeren Zeitraum in Kombination mit einem weiteren Medikament verabreicht werden, um seinerseits Resistenzen zu vermeiden. In Deutschland ist dieses Medikament noch nicht zugelassen.
Vor zwei Jahren bewiesen verschiedene Studien weltweit, dass Artemisin gerade bei solchen Plasmodienstämmen wirkt, die gegen herkömmliche Medikamente bereits resistent sind. Bei einer Untersuchung mit mehreren tausend Patienten in Thailand konnte der gegen Chemotherapeutika wie Chloroquin und Mefloquin resistente Malaria-Erreger durch Artemisin-Präparate wieder zurückgedrängt werden. Die Artemisinbehandlung bewirkt eine Art chemischer Kastration der Erreger.
Wie insgesamt in der pflanzlichen Arzneilehre hapert es auch bei den Wirkstoffen gegen Infektionserreger an der Erklärung des Wirkmechanismus.
MEFLOQUIN / LARIAM
Dieses Medikament ist in den USA und Europa als Lariam bekannt. Die Dosierung beträgt 250 mg für Erwachsene, dies entspricht einer Tablette pro Woche. Mefloquin sollte man eine Woche vor Reisebeginn, während des Aufenthaltes und bis zu vier Wochen nach der Reise einnehmen.
Nebenwirkungen:Selbst bei der Prophylaxe gibt es relativ häufig neuro- psychatrische Nebenwirkungen. Daher raten wir von diesem Medikament eigentlich ab. Nicht umsonst darf Flugpersonal kein Lariam einnehmen. Alt zu häufig verdirbt man sich mit dem doch sehr teuren Lariam den Urlaub und damit den Spass an der Erholung.
Personen mit psychischen Erkrankungen sollten generell auf Lariam verzichten.
Weitere Nebenwirkungen sind: Störungen der Feinmotorik, Beeinträchtigungen der räumlichen Orientierung, Schlafstörungen, Angstneurosen und Schwindel. Die Nebenwirkungen werden von manchen Ärzten verharmlost.
In der Anwendung müssen Sie damit rechnen für ca. 2 Wochen ausser Gefecht gesetzt zu sein.
Die psychischen Probleme können bis zu einem Jahr andauern.
Viele raten daher zur Einnahme von Malarone oder Artenam. Falls eine ärztliche Versorgung mit vorangehendem EKG zur Verfügung steht, auch zu Halfan.

HALFAN
Nebenwirkungen:Halfan kann in den seltensten Fällen zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen und sollte daher unbedingt nur unter klinischer Überwachung eingesetzt werden (vorab EKG zur Prüfung der QT-Zeit). Halfan ist hochwirksam und hat normalerweise kaum Nebenwirkungen. Wird in Deutschland nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt. Darf nicht zusammen mit Mefloquin,Chinin,Chloroquin einnehmen.

CHLOROQUIN
Chloroquin alleine wird zur Prophylaxe in Gebieten wie Nordafrika, Karibik, Südamerika, Zentralamerika und Gebieten des Mittleren Osten verwendet. In diesen Regionen ist Chloroquin noch immer sehr effektiv genug. Für Erwachsene beträgt die Dosis 500 mg (Salz) wächentlich.(z.B. Resochinie ®)
Nebenwirkungen:bestehende Retinopathien (Veränderungen am Augenhintergrund), Psoriasis (Schuppenflechte), GPDH Mangel (angeborene Stoffwechselerkrankung), Myasthenia gravis (chronische Muskelerkrankung), schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen

Doxycyclin (unterschiedliche Handelsnamen)
Doxycyclin ist zur Prophylaxe der Malaria tropica in Gebieten mit Multiresistenzen geeignet und wird von der WHO für einige Regionen empfohlen.Reisende, die Mefloquin nicht nehmen können, sollten als Prophylaxe Doxycyclin verwenden. Doxycyclin wird täglich in einer Stärke von je 100 mg eingenommen, beginnend einen Tag vor betreten des Malariagebietes, während des Aufenthaltes und vier Wochen danach. Wenn Sie Doxycyclin verwenden, ist es nicht mehr nötig, weitere Mittel wie Chloroquin zu nehmen.
Nebenwirkungen: Am häufigsten tritt eine Photosensibilität auf, so dass die direkte Sonnenbestrahlung unbedingt gemieden werden sollte. Das ist in einem tropischen Gebieten eine grosse Einschränkung. Doxycyclin darf nicht in der Schwangerschaft und bei Kindern unter dem 8. Lebensjahr gegeben werden. Doxycyclin wird nur zur Prophylaxe in bestimmten Gebieten eingesetzt.

Atovaquon + Proguanil (Malarone®)
Das Mittel befindet sich erst seit dem Frühjahr 2001 auf dem deutschen Markt. Nach den klinischen Prüfungen wird die Kombination gut vertragen, Nebenwirkungen sind eher selten.Auf Grund der noch ausstehenden langjährigen Erfahrungen wird die Prophylaxe mit Atovaquon/Proguanil nur bei Unverträglichkeiten von Mefloquin empfohlen. Die Einnahmedauer beträgt max. 28 Tage, ebenso dürfen z.Z. Jugendliche in Deutschland die Prophylaxe erst ab einem Körpergewicht von 40 kg nehmen.
In den USA ist die Kombination auch für Kinder zugelassen.
Nebenwirkungen:In einzelnen Fällen wird von Übelkeit, Verdauungsstörungen und Kopfschmerzen berichtet. Desweiteren kann es zu schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen. z.B.: Malarone ®

Impfstoff

Noch keiner erhältlich.
Malaria ist heilbar, wenn sie rechtzeitig erkannt wird

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