medizinische Informationen zu Westasien

Länder

Zu dem westliche Südasien zählt die Arabischen Halbinsel, die westlichste südasiatischen Halbinseln. Dazu gehören Bahrain, Israel, Irak, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, die Palästinensische Gebiete, Saudi-Arabien, Republik Syrien, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate und Zypern.

Gesundheitsrisiken

Alle welche sich aus beruflichen Gründen oder individuell Reisende sollten sich die folgenden Hinweis genau durchlesen und sich mit den empfohlenen Impfungen auseinandersetzen.

Nahrungsmittel

Durch unreines Essen oder Trinkwasser kommt es immer wieder zu verschiedensten Durchfallerkrankungen (lt. Diarrhöe). Ein gern getrunkenes Getränk ist Zitronenlimonade, welches oft mit Leitungswasser hergestellt wird. Ein Genuss, welcher oft folgen hat.
Durch die Einnahme von Nahrungsmitteln, welche nicht nach westlichem Standart verarbeitet wurden, ist die Übertragung von Infektionskrankheiten in Zentralamerika keine Seltenheit. Daher empfiehlt es sich eine gründliche Hygiene einzuhalten. Eine grosse Gefahrenquelle liegt bei Imbissständen, welche meist nicht die Möglichkeit haben sauber zuarbeiten. Obst und Gemüse sollte grundsätzlich mit abgekocht Wasser gereinigt werden. Die Firma Katadyn bietet z.B. auch verschiedene Wasserfilter an, welche von bakteriellen Keimen schätzen, nicht aber vor chemischen. Man sollte sich also vor einer Reise nach Zentralamerika mit den verschiedensten Möglichkeiten der Wasserreinigung unterwegs beschäftigen. Eingiftungstabletten oder Wasserfilter sind nur eine Variante. Obst sollte grundsätzlich geschält werden, Gemüse abgewaschen werden.

Im Irak kommt es zur Zeit auch vermehrt zu Cholera– Erkrankungen. Cholera Patienten kann man durch aus die Hand geben, ohne sich dabei gleich anzustecken. Übertragungswege sind meist durch Lebensmittel oder kontaminiertes Trinkwasser. Eine Schutzimpfung für Reisende ist durch das geringe Risiko nicht unbedingt erforderlich.
Parasiten spielen eine weiter wichtige Rolle bei Lebensmittelerkrankungen. Die allseits bekannten Fadenwürmer, z.B.: Spulwurm oder Hakenwurm, verbreiten sich über Einnahme von rohem oder nicht ausreichend erhitzen Rind- bzw. Schweinefleisch.

In Westasien besteht zudem ein erhöhtes Risiko an Erkrankungen mit Hepatitis A. Der Virus wird vor allem über Lebensmittel und Trinkwasser übertragen. Eine Kombinationsschutzimpfung Hepatitis A/B ist daher ratsam und auch billiger als jede einzelne für sich.

Insekten

Eine andere durch Insekten übertragene Erkrankung ist die so genannte Leishmaniose (Kala Azar).
Die Leishmaniose wird durch Einzeller auf immungeschwächte Personen übertragen. Die Infektion beginnt schleichend mit Fieber, Leber- und Milzvergrösserungen. Dazu kommen Gewichtsverlust und Kräfteverfall. Ein Erregerreservoire sind erkrankte Menschen, vor allem aber Hunde, von denen die Übertragung durch kleine Stehmücken (Schmetterlingsmücken) einhergeht. Die Inkubationszeit kann mehrere Monate betragen. Die Diagnose erfolgt durch eine Blutentnahme und einem Parasitennachweis in Speziallabors.
Im Jemen, der Provinz Musandam im Norden Omans, in den höheren Lagen von Saudi Arabine, sowie im Emirate besteht das ganze Jahr über ein mittleres Risiko einer Malaria.

Die Inkubationszeit bei Malaria beträgt 7-12 Tage. Übertragen wird die Infektionserkrankung durch unseren geliebten Stechmücken. Es kommt überwiegend zur Erkrankung mitder Malaria tertiana, welche meist ungefährlich verläuft. Es sind jedoch auch immr mehr Erkrankungen an der gefährlichen Malaria tropica bekannt geworden. ie bösartige Malaria tropica, kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen, mit Koma, Nierenversagen, und Schock. Leitsymptome sind: Fieberschübe, Kopf- und Gliederschmerzen mit starkem Krankheitsgefühl. Dazu kommen Schüttelfrost und Schweissausbrüche. Eine Diagnose erfolgt meist während der akuten Erkrankung durch den mikroskopischen Parasitennachweis im Blut. Auch spezielle Antikörpernachweisse können die Malaria noch bestätigen. Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Malaria noch heilbar.
In den Küstenregionen im Westen Saudi-Arabiens sind Fälle von Dengue-Fieber verzeichnet worden. Überträger dieser Erkrankung ist die Stechmücke. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt nicht direkt, sondern ebend über die Stechmücken. Die Symptome sind Grippe ähnlich:

  • Fieber
  • starke Kopf- und Gliederschmerzen
  • Druckschmerz in der Augeninnenwand
  • flächtige Hautrötung

Die Inkubationszeit beträgt 5-7 Tage. Die akuten Symptome klingen meist nach einer Woche ab, jedoch kann ein abgeschlagenes Gefühl weitere Wochen andauern. Bestimmte Varianten führen gelegentlich zu Blutungsgerinnungsstörungen oder Schocksymptomen. Für eine genaue Diagnose bedarf es einer Blutuntersuchung.

Im Jemen im Gouvernorats Al-Hudaydah sind des weiteren Fälle vom Rift-Valley-Fiebers verzeichnet. Es handelt sich hierbei um eine Infektionskranheit, welche vonRindern, Schafen oder Ziegen ausgeht und duruch unsere geliebte Mückeauf den Menschen übertragen wird.
Laut der WTO hat sich die Lage aber in der letzten Zeit doch entspannt. Es ist aber ratsam ausreichenden Mückenschutz zu betreiben und sich grundsätzlich nicht in der Nähe von Stallungen oder Herden von Tieren aufzuhalten.

Des weitren sind auch Fälle von Filariose verzeichnet. Die Filariose zählt zu den Infektionskrankendheiten, welche von einer Art Fadenwurm ausgeht, welche sich ihren Lieblingsplatz im Bindegewebe und den Lymphgefässen hat. Es kommt nicht selten zu starken schmerzhaften Schwellungen der Extremitäten. Wie auch bei der Malaria ist der Überträger eine Stechmücke.

Die Würmer werden ca. 5-10 cm lang. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist allerdings nicht möglich. Leichte Infektionen bleiben meist symptomlos. Für einen starken befall ist schon ein längere Aufenthalt im Endemiegebiet nötig. Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis der Larven im Blut und betraf eine Behandlung durch einen Tropenarzt.

Sonstige Risiken

Auch die Sozialschmarotzer der Bilharziose kommen in weiten Teilen Westasien vor. Bilharziose ist eine Infektion mit dem Pärchenegel (Schistosoma). Die Bilharziose wird durch Pärchenegel übertragen. Die kleinen Schmarotzer entwickeln ich erst in bestimmten Süsswasserschnecken zu infektionstüchtigen Larven. Die Bilharziose kommt vorwiegend im stehendem Gewässern vor. Die kleinen Schmarotzer bohren sich im verseuchten Wasser durch die intakte Haut und gelangen zunächst in die Leber und von dort nach einigen Wochen in den Unterleib. Die Inkubationszeit beträgt 6-12 Wochen. Wenige Stunden nach der Infektion kommt es meist an der Eintrittsstelle zu Hautreizungen. 4 Wochen später kommt es dann zu Fieberausbrüchen und danach zu Blasen- und Verdauungsbeschwerden, wobei man im Urin, wie im Stuhl Blut Beimengungen beobachten kann. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Die Diagnose erfolgt durch eine Blutuntersuchung und einem mikroskopischen Ei-Nachweis.Eine Infektion mit dem Pärchenegel ist im Irak, Jemen, in Saudi-Arabien, Syrien und der Türkei verbreitet. Es wird davor gewarnt in den betroffenen Regionen in Seen oder Flüssen zu baden.
Die HIV Rate ist in Westasien noch recht gering, jedoch stetig steigend. Man sollte also die üblichen Sicherheitsregeln einhalten.

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