Santiago de Compostela Städtereise

Berühmt für seine imposante romanische Kathedrale und als Ziel auf dem Jakobsweg, ist Santiago de Compostela eine der wichtigsten Pilgerstädte des Christentums. 

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Übersicht

Karte

Überblick

Einwohner:

97.000

Autonome Gemeinschaft:

Galicien 

Touri-Info:

www

Aufenthaltsdauer:

1-2 Tage

Pazo of Fonseca - Santiago de Compostella
Pazo of Fonseca - Santiago de Compostella

Ein paar Zahlen und Daten

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Menschen

Im Jahr 2021 Pilgerten 178.912 Menschen auf dem Jakobsweg bis Santiago de Compostela. Die meisten davon die letzten 100 Kilometer. 

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Kilometer

Die meisten Pilger schaffen rund 20 Kilometer am Tag. Das bedeutet, das rund 140 Kilometer die Woche möglich wären.

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Kilometer

Hape Kerkeling wählt für seine Wanderung auf dem Jakobsweg die alte Route vom französischen Saint-Jean-Pied-de-Port bis nach Santiago de Compostela. Dabei legte er rund 800 Kilometer zurück. 

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Euro

Wer eine Wanderung auf dem Jakobsweg plant, muss mit rund 190,- € die Woche an Kosten rechnen. 

Altstadt Santiago de Compostella
Altstadt Santiago de Compostella

Allgemein

Es gibt Hinweise darauf, das bereits zur prähistorischer Zeit erste Siedlungen in der Region um Santiago de Compostela vorhanden waren. 

Unter der Herrschaft der Römer gab es hier die Ansiedlung Namens Assegonia. 

Der Legende nach war Jakobus der Ältere, einer der 12 Apostel, Sohn des Zebedäus und Bruder von Johannes, gleich nach der Geburt Christi auf dem Weg ins heutige Spanien, um dort zu missionieren. Dies aber mit mäßigem Erfolg. 

Nach seiner Rückkehr nach Palästina wurde Jakobus 44 n. Christi, im Auftrag von Königs Herodes Agrippa I. enthauptet. 

Der Legende nach brachten seine seine Jünger Athanasius und Theodorus den Leichnam nach Spanien in an seiner alte Wirkungsstätte zurück. 

Dort wurde der Leichnam in ein Steingrab gelegt. Dies geschah auf dem Gebiet des heutigen Santiago de Compostela. 

Um das  Jahr 813 beobachtete der  Einsiedler Pelayo , der in der Nähe des Waldes von Libredón lebte,  seltsame nächtliche Lichter  , die aus dem Wald kamen. Nachdem er sich dem Ort genähert und drei Steingräber gefunden hatte, informierte er den Bischof von Iria Flavia, Teodomiro, über die seltsame Entdeckung.

Der Bischof ging mit einem kleinen Gefolge in den Wald und verkündete bald, dass  die Gräber dem Apostel und seinen beiden Jüngern gehörten. König Alfonso II befahl daraufhin den Bau einer Kirche  auf dem Gelände, eines Tempels, der im Laufe der Zeit zur heutigen  Kathedrale von Santiago  de Compostela werden sollte.

Somit wurde Santiago de Compostela zum Pilgerort für Gläubige Christen. 

Sehenswürdigkeiten

Kathedrale de Santiago de Compostela

Die Kathedrale von Santiago ist das Nervenzentrum der Stadt. Es ist das Ziel der Pilger vom Jakobsweg und das Ziel tausender interessierter Touristen. 

Der Grundstein für die Kathedrale wurde 875 durch Könug Alfonso gelegt. Doch 997 wurde der erste Bau durch Almansor zerstört. Erst im Jahre 1078 wurde mit dem Wiederaufbau der Kathedrale begonnen. 

Um dieser Zeit herum, wurde Santiago de Compostela neben Jerusalem und Rom, der dritt wichtigste Wallfahrtsort der Christenheit.

Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos und darf nur, Rucksack erfolgen. 

Hospital de los Reyes Católicos

Das Hospital de los Reyes Católicos ist eines der schönsten und auffälligsten Gebäude in Santiago de Compostela und gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Es wurde im Auftrag der Katholischen Könige erbaut, um den Pilgern einen Versorgungspunkt zu bieten. Heute ist das Hospital de los Reyes Católicos ein Hotel. Es gibt Zimmer ab 150,- €/Nacht.

Pazo de Raxoi

Das Gebäude im neoklassizistischen Stil wurde 1766 vom Erzbischof von Santiago in Auftrag gegeben.

Das Gebäude befindet sich im westlichen Teil der Praça do Obradoiro, gegenüber der Kathedrale von Santiago de Compostela. Es hat eine grandiose und elegante neoklassizistische Fassade.

Das Gebäude diente lange als zivilen und kirchlichen Gefängnissen, sowie mit einigen Seminarräumen auch zur Schulung von Priestern.  Heute beherbergt der Palast das Rathaus.

Das Gebäude ist heute nur von außen zu besichtigen!

Tipp

Wenn Ihr nach Santiago de Compostela kommt, empfehlen wir Euch Fremdenverkehrsamt der Stadt, Praza de Mazarelos, 15, 15703 Santiago de Compostela, aufzusuchen.
Es bietet Euch aktuelle Informationen rund um die Stadt und Veranstaltungen. Fragt auch nach einem kostenfreien Stadtplan, mit dem ihr Euch gut in der Stadt navigieren könnt.

Praza das Praterias - Santiago de Compostella
Praza das Praterias - Santiago de Compostella

Monte do Gozo

Monte do Gozo ist ein Hügel am Stadtrand von Santiago de Compostela. Ist ist der Ort, vom dem aus, die Pilger Santiago de Compostela zum ersten Mal erblicken können. 

Colexio de Fonseca

Das Collegium de Fonseca wurde im Jahre 1544 erbaut. Finanziert wurde das Gebäude von einer einflussreichen Familie der Stadt. Erbaut wurde es nach Anweisungen von Erzbischofs Alonso de Fonseca, der auch der Namensgeber des Gebäudes ist.

Heute ist es Sitz der Allgemeinen Universitätsbibliothek von Santiago.

Zu Besichtigten gibt es einen Kreuzgang.

  • Montags-Freitags, 9.00-21.00; Samstags, 11:00-14:00

 

Und eine Ausstellungsaal, inkl. gotischer Kapelle.

  • Montags-Samstags, 11.00-14.00 und 17.00-20.30

Kloster San Martín Pinario

Das Kloster San Martín Pinario befindet sich ganz in der Nähe der Kathedrale vor der Nordfassade. Es wurde im 10. Jahrhundert von den Benediktinern gegründet und ist heute einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Santiago, sowohl wegen seiner schönen Architektur als auch wegen seiner Geschichte.

Heute ist das Kloster Sitz des Großen Priesterseminars , des  Theologischen Instituts und der Fakultät für Sozialarbeit. Mit einer Grundfläche von 20.000 Quadratmetern, ist es das zweitgrüßte Gebäude in Santiago de Compostela. 

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Stiftskirche Santa María la Real de Sar

Die Stiftskirche Santa María del Sar ist ein  Gebäude im romanischen Stil am Ufer des Flusses Sar. Sie wurde im 12. Jahrhundert erbaut und im Laufe der Zeit mehrfach umgestaltet. Dabei blieb viel der ursprünglichen Architektur erhalten. Besonders zu beachten sind hier die schrägen Wände der Stiftskirche. 

Wissenswertes

Die romanische Brücke mit drei Bögen, die sich in der Nähe der Kirche befindet, diente den Pilgern, die aus dem Süden auf den Wegen des Camino del Sudeste und der Vía de la Plata kommen, als Eingang nach Santiago.

Kathedrale - Santiago de Compostella
Kathedrale - Santiago de Compostella

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Die zwei Marien von Santiago de Compostela
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As Duas Marias

Die beiden Marias aus Santiago de Compostela waren zwei Schwestern. Bekannt wurden die beiden, weil Sie in den 1950er und 1960er Jahren bunt gekleidet zusammen durch die Stadt spazieren gingen. 

Bei den Schwestern handelte es sich um Maruxa und Coralia Ricart, die jeden Tag pünktlich um 14 Uhr durch die Stadt spazierten. Sie bildeten mit Ihre Farbenfrohen Kleidung und dem stark geschminkten  Gesichtern einen deutlichen Kontrast zum Rest der Bevölkerung.

Der Grund für das starke Schminken lag allerdings in der zunehmenden Armut der beiden, die während des Franco Regimes, durch dieses geschasst wurden. Grund hierfür war die anarchistische Familie der beiden.

Anreise

Flugzeug

Es gibt in der Umgebung von Santiago de Compostela drei Flughäfen. Vigo (Peinador), A Coruña (Alvedro) und Santiago de Compostela (Rosalía de Castro-Lavacolla).

Der letztere der drei wird auch von außer europäischen Flughafen angeflogen. Die anderen beiden sind eher für inländische Airlines gedacht. 

Der Das Flughafenterminal von Rosalía de Castro-Lavacolla ist etwa 15 km von der Stadt entfernt. Es verkehren Busse zwischen dem Flughafen und der Stadt. 

Günstige Flüge findet Ihr bei
5vorFlug oder Flüge.de.

Bahn

Santiago de Compostela ist ans spanische Bahnnetz angeschlossen. Eine Fahrt von zum Beispiel Burgos nach Santiago dauert rund 6 Stunden und kostet ab 35,-€. 

Busse

Eine Fahrt mit von Bilbao mit dem Bus nach Santiago de Compostela dauert um die 9 Stunden und kostet ab 42,- €. Fahrpläne und Tickets findet Ihr hier

Buchen kann man Busse über 12go.asia oder flixbus

Auto

Santiago de Compostela liegt entlang der Mautpflichtigen Autobahn AP-9 oder am Ende bzw. Anfang der A 54 in Richtung Lugo. 

Übernachtung

Wohnmobilstellplatz

Die Stadt stellt etwas ausserhalb des Stadtzentrums einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz zur Verfügung. Es gibt hier in der Nähe einen kleinen Supermarkt und einer kostenfrei Ver-/Entsorgung für Wohnmobile. 

  • Área de Autocaravanas de Santiago de Compostela, Adresse: Rúa de Melide, 9, 15705 Santiago de Compostela

Campinglatz

Es gibt unweit des zu den UNESCO Weltkulturerben gehörenden Altstadt einen Campingplatz oberhalb eines Berges. 

  • Camping As Cancelas, Adresse: 15704, Rúa do Vintecinco de Xullo, 35, 15703 Santiago de Compostela, A Coruña
     

Viele Plätze sind in leichter Schräglage. Wifi funktioniert nur in der Nähe der Rezeption oder gegenüber der Sanitäranlage. Des weiteren gibt es im Sommer ein kleines Schwimmbad. Bushaltestelle 300 m vom Camping entfernt. Wenn aus dem Camping raustritt rechts die Straße entlang, im Kreisverkehr auf der linken gegenüberliegenden Seite. 

Hotels

*Für die Suche nach einer passenden Unterkunft für Deinen Geldbeutel, empfehlen wir Dir booking.comHierdrüber buchen wir seid Jahren unsere Unterkünfte, wenn wir mal nicht mit dem Wohnmobil oder Fahrrad unterwegs sind.

Hier geht´s zu den Unterkünften.

beste Reisezeit

Die Beste Reisezeit für einen Besuch von Santiago de Compostela ist von Mai bis Mitte Oktober. Die wärmsten Monate sind Juli, August und September. 

Ab November wird es deutlich Frischer in der Stadt. Die Temperaturen liegen dann um die 15 Grad. Die kältesten Monate sind Januar und Februar. 

Tipps

Mobilität

Die beste Art, sich in Santiago de Compostella fortzubewegen, ist zu Fuß. Zumindest für die zum UNESCO Weltkulturerbe gehörende Altstadt. 

Wer zum Berg Gaiás oder die Cidade da Cultura  gelangen möchte, nutzt am besten das Städtische Busnetz. Dieses ist recht günstig und Tickets können beim Busfahrer erworben werden. Eine Fahrt kostet um die 2,- €.

Outfit

Wer Abends was feines zum Anziehen benötigt, um schön Essen zugehen – gerne. Santiago de Compostela ist ein Ziel für Pilger, die auf dem Jakobsweg unterwegs waren. Ihr solltet daher beachten, dass man in Santiago dem Aussehen wenig Bedeutung beimisst. Die Garderobe ist für die meisten Menschen ein Restthema und die Straßen sind voll von Studenten und Rucksacktouristen in legerer Kleidung.

Dienstleistungen für Pilger

Internationales Pilgeraufnahmezentrum

Im International Welcome Center USC in der A, Rúa do Franco, 2, 15702 Santiago de Compostela, erhaltet Ihr den letzten Stempel für Euren Nachweis, das Ihr den Pilgerweg erfolgreich absolviert habt. Hier gibt es auch das Willkommenszertifikat. 

Dees Weiteren gibt es hier eine öffentliche Toiletten, eine Kapelle, Fahrradabstellplätze und ein Schließfach, in dem Ihr für 2 €/Tag Euren Rucksack einschließen könnt. Es gibt ein Postamt und Informationen zu Bussen und Zügen aus der Stadt.

Informationsbüro Camino Santiago-Finisterre-Muxía

Für einige Pilger ist es wichtig den Weg des sogenannten Camiño da Costa da Morte fortzusetzen. Diese Erweiterung des Pilgerweges dauert noch mal 3-4 Tage. 

Ein auf diese Route spezialisiertes Reisebüro Porta do Camiño findet sich in der Rúa Casas Reais, 31. 

Post

Auch die Post (Oficina de Correos, Adresse: Rúa do Franco, 4, 15702 Santiago de Compostela) in Santiago de Compostela bietet seid neustem eine Gepäckaufbewahrung für Pilger an. 

Preise:

  • Rucksäcke oder Koffer: 2,5 €/Tag
  • Fahrräder: 3 €/Tag
  • Gehstock oder Stab: 1 €/Tag

Essen

Wer in Santiago de Compostela unterwegs ist, sollte sich gegen Mittag unbedingt in einer Tapas Bar verköstigen. 

Gute und preisgünstige Tapas Bars findet Ihr in der Rúa do Franco und Rúa Raíña. Das tolle hier ist, das in den Großteil der Bars, die Tapas kostenlos zu einem Getränk dazu gereicht werden. Gerade für preisbewusste Pilger sicherlich interessant.

Für Tapas gibt es keine Festen Zeiten. In der Regel gibt es diese

  • Zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr morgens
  • Abends zwischen 19:30 und 22:30 Uhr.

Geld

Nicht alle Bars oder Restaurants sind Freunde des Bargeldlosen Bezahlens. Gerade in den Tapas Bars ist Bares Wahres. Man sollte daher immer ein paar oder auch mehr Euros in der Tasche haben. 

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