Südthailand ein kleines Paradies – Mit dem Fahrrad von Neu Delhi nach Singapur

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Südthailand – verspricht das was wir uns gewünscht für diesen Abschnitt der Reise gewünscht hatten. Strände, Strände und türkises Meer.

Zur Einstimmung auf unsere Badesaison legen wir einen Strandtag in Khao Lak ein. Nachdem Tsunamie 2004 war von diesem Ort wohl nicht mehr viel übrig. Die meisten Fischer kamen ums Leben und diejenigen die Überlebten hatten ihre Erwerbsgrundlagen verloren. Statt dessen sprossen nun zunehmend Luxusresorts aus dem schönen Sandstrand. An diesem lässt es sich trotzdem noch gemütlich entlangspazieren und natürlich auch abtauchen. Im Ort selbst gibt es nichts zu sehen. Die Restaurants sind überteuert und die Gästehäusser überraschen mit Höchstpreisen.

Koh Phuket

Aber nun –

Patong Beach

Insel der Sandstrände – wir kommen! Phuket ist Thailands grösste Insel und bequem über eine kleine Brücke zu erreichen. Damit auch alle einen Platz im Paradies finden sind die meisten Strände mit Liegestühlen in Dreierreihen zugepflastert. Natürlicher Schatten – fehl am Platze. Schliesslich will der Weisse schnell rot ähhh braun werden. Dafür darf das Ruheplätzchen mit Sonnenschirm dann schon etwas Kosten. Waren es in Prachuap Khiri Khan (aber wer kennt das schon?) 20 Baht, sind es jetzt 200! Auch bedauern wir, wie der Tourist (wir schämen uns für einige) durch seine Ansprüche grausige Orte wie Patong ermöglicht. Es muss die thailändische Antwort auf Ballermann 6 sein!

Wer ein echtes Interesse an Lebensweise und Traditionen der Thais hat wird hier nicht fündig! Dennoch haben die Strände sowohl vom Wasser als auch von der Landschaft etwas wunderbares. Es bedarf nur der eigenen Vorstellungskraft, sich das ganze Spektakel ohne die Schirmchen noch hübscher zu machen. Doch das Paradies muss woanders sein…wir suchen weiter!

Phang Nga

Von diesem verschlafenen Ort lassen sich gut Touren zu den umliegenden Inseln (Phang Nga Marine Nationalpark) unternehmen.

Khao Phing Kan als „James-Bond-Insel“ bekannt

Wir gönnen uns einen Tagesausflug mit dem Longtailboot nach “James Bond” Island (Khao Ping Khan). Seit der Mann mit der goldenen Pistole seinen Fuss auf diese Insel gesetzt hat ist sie zur Pilgerstätte geworden. Malerische Karstberge ragen aus dem Wasser (ähnlich Ha Long Bay) und werden von Mangrovenwäldern umgeben. Bestimmt ein kleines Paradies für so manchen!

Krabi

Krabi ist noch typisch Thailand. Mit einem urigen Nachtmarkt auf dem der Weisse noch die Ausnahme ist, man aber schon von seiner Existenz weiss, so dass er sich nicht wie im Zoo fühlt wenn er dort auftaucht und die Speisekarte in Englisch bekommt – juhu!

unterwegs in Thailand

Für uns bietet es einen günstigen Ausganspunkt zu den Hong Islands und nach Koh Phi Phi. Mit dem Longtailboot oder Speedboot erkunden wir eine Inselwelt, welche nun der Vorstellung vom Paradies sehr nahe kommt. Wir besuchen Maya Bay wo Leonardo di Caprio wohl der letzte einsame Mensch an diesem Strand war.

Heute ist Maya Bay Beach zu 70% ein mobiler Speedboothafen. Die letzten freien Flecken fürs gestellte Bild eines einsamen Strandes werden von asiatischen Gruppen entdeckt und eingenommen. Dort lassen sie sich in perfekter Pose fotografieren. Ja da sind sie hemmungslos. Manchmal fast kitschig (auf dem Boot vorne stehend wie bei Titanic) manchmal echt professionell wie beim Fotoshooting.

Wir entdecken hier die Extremsportart des Schnorchelns für uns und staunend blicken wir durch das glasklare Wasser auf Korallen und bunte Fische. Mehr noch staunen wir nur über die Thais die sich mit viel zu grosser Rettungsweste und der Gewissheit nicht schwimmen zu können aus dem Boot in die Fluten stürzen. An einem ausgeworfenen Seil werden sie dann wieder an Bord gefischt.

Koh Lanta

Vom Massentourismus verschont war und ist diese Insel für uns ein wahres Highlight.

Strand auf Phuket

Je weiter man nach Süden vordringt umso naturbelassener und einsamer werden die buchtartigen Sandstrände. Keine Liegestühle – frei lebe der Strand! Ja die Insel macht tatsächlich noch einen verschlafenen Eindruck. Am Ao Long Beach eröffnen zum Abend hin einige gute Restaurants die überwiegend auch noch faire Preise haben. So manch gebratener Reis (ja wir lieben ihn!) oder auch leckere Pizza machen den Inselabend für uns zum Genuss. Ganz nebenbei bietet Koh Lanta für Eva den Startplatz in ein neues Lebensjahrzehnt.

Koh Lipe

Nun sind wir so richtig im Inselrausch! Deshalb lassen wir uns auch die letzte Gelegenheit eine kleine Insel Namens Ko Lipe zu bewohnen nicht entgehen. Mit dem Speedboot donnern wir durch eine unglaublich schöne und vorallem noch ruhige Inselwelt. Die Insel ist so klein, dass alle drei Sandstrände bequem zu Fuss erreicht werden können. Dank der Nachsaison ist die Insel fast verlassen, der Weisse grüsst sich hier sogar und es ist richtig familiär. Das Meer ist durchsichtig und gibt den Blick frei auf die bunte Unterwasserwelt. Zum Abend verwandelt sich der Strand in ein Lichtermeer. Der Sonnenuntergang in den besten Rottönen, dann die Kerzenlichter und Lampingons der Strandrestaurants, einige Ballons mit Kerzen steigen dem Himmel empor und zuletzt bietet der Sternenhimmel alles was er hat. Wir haben es gefunden – unser Paradies! Hier kann man nur glücklich sein!

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