Wildcamping weltweit – hier eine Übersicht.

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Freiheit, Ruhe, Einsamkeit, Stille und ein grenzenloser Sternenhimmel, das sind nur einige Gründe, die für ein Wildcamping sprechen. Ein weiterer Vorteil ist natürlich der Preis = 0 Cent, wenn man nicht auf verbotenem Gebiet übernachtet. Aber wo darf man und wo nicht?

Wer keine Lust hat auf Hipster Campingplätze, wo sich Luxusmobil, neben Luxusmobil drängeln, für den ist wildcampen eine Alternative. Das streben nach Freiheit und Unabhängigkeit ist aber dennoch auf Regeln angewiesen, damit auch noch anderen in den Geunß dieser Freiheit kommen können.

Grundregeln für das Wildcampen

  • nicht in Sichtweite von Wohngebieten campen
  • nicht in Naturschutzgebieten, Nationalparks, Landschaftsschutzgebieten oder Jagdbanngebieten campen
  • Verbotsschilder respektieren
  • kein Dauercamping an einer schönen Stelle begingen
  • nicht auf landwirtschaftlichen Flächen campen
  • die Campingstelle so verlassen, wie man sie vorgefunden hat: kein Müll, Menschlische Endprodukte vergraben
  • kein offenes Feuer

unterwegs am Saale Radwanderweg

Hinweis

Es gibt immer wieder Berichte von Reisenden, die groß über Wildcampingaus Ländern bereichten, in denen es dooch eigentlich verboten ist. Tatsächlich gibt es Ländern, in denen es den Anschein macht, das Wildcamping zumindest geduldet wird.

So habe ich auch meine positiven Erfahrungen in Europa sammeln dürfen. Ab und zu hat ich sogar die Polizei an schönere Campingstellen verwiesen. Aber es gibt auch Menschen, denen Camper ein Dorn im Auge sind. Daher bleibt immer ein Restrisiko beim Wildcamping, erwischt oder abgemahnt zu werden.

Eine Gewisse Menschenkenntnis und eine zurückhaltende Haltung bei der Suche nach einem schönen Schlafplatz sind eindeutig von Vorteil.

Allle hier gemachten Angaben ohne Gewähr.

Unterschiede in der Art des Wildcampings

Wie schaut es mit dem Wildcamping im Wohnmobil, Zelt oder unter freien Himmel im Schlafsack aus? Die Gesetzeslage ist in den Ländern sehr unterschiedlich. Grundsätzlich kann aber schon gesagt werden, das Biwakieren, also das Schlafen unter freiem Himmel, nicht als campieren gewertet wird. Wohin gegen der Aufbau von Tischen und Stühlen vor dem Wohnwagen in einigen Ländern schon höchst Problematisch sein kann.

Jedermannsrecht

Das Jedermannsrecht ist ein in Nordeuropa(Norwegen, Schweden und Finnland), Schottland und in der Schweiz beschriebens Gewohnheitsrecht. Dieses regelt die Nutzung der Wildnis und gewissen privaten Landeigentums. In Schweden und Finnland existiert kein Jedermannsrecht in schriflticher Form. Die Grenzen des erlaubtes sind in anderen Gesetzen geregelt.

In Schottland wurde mit der Land Reform (Scotland) Act 2003 der Zutritt zu unkultiviertem Land festgeschrieben. Dies erlaubt jedem Menschen den freien Zutritt.

Eine Ausnahme bildet Dänemark. In Dänemark gibt es kein histoorisch gewachsenes Jedermannsrecht. Allerdings wird hier in einer vielzahl an Wäldern versucht, das campieren für nicht motorisierte Reisende zu ermöglichen.

Was nun das Übernachten angeht, so erlaubt das Jedermannsrecht dies füür ein bis zwei Tage. Befindet sich der gewünschte Platz in der Nähe von Wohngebieten, so muss dort eine Erlaubnis fürs campieren eingeholt werden.

Füür Norwegen im speziellen ist ein mindest Abstand von 150 m gefordert. Mindestens aber soviel, das die Bewohner der Häuser nicht gestört werden.

Wildcampen in Island

Sofern kein offizieller Zeltplatz in der Nähe ist, ist das Wildcamping erlaubt. Ausgenommen hier von sind Naturschutzgebiete und Nationalparks.

Das Wildcampen in Wohnmobilen ist grundsätzlich in Island nicht gestattet. Ausnahme bildet hier, wenn die Erlaubnis zum Campieren auf einem Privatgrundstück gegeben wurde. Oft sind die Isländer recht freundlich und stimmen einer Übernachhtung auf Ihrem Grund zu.

Wildcampen in Australien

In Australien ist Wildcamping erlaubt, soweit es nicht durch Schilder verboten wird. In Nationalparks und Naturschutzgebieten darf nur in gekennzeichneten Arealen gecampt werden.

Zu beachten ist, das ein Wilder Campingplatz in Australien nie in einem trockenen Flussbett aufgebaut werden sollte. Hier kann es zu Überflutungen kommen, wenn es 100km weiter geregnet hat.

Wildcampen in Polen

In Polen ist das Wildcampen verboten. Meist wird es aber geduldet.

Wildcampen in Irland

Wildcampen in Irland ist offiziell verboten.

Wildcampen in Holland & Belgien

Wildcampen in Holland & Belgien ist offiziell verboten. Vor allem in Küstenähe und in Touristengebieten ist vorsicht geboten. Hier wird verstärkt kontrolliert.

Wildcampen in Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Bosnien, Serbien, Slowenien, Kroatien, Montenegro, den Kosovo und Mazedonien

Hier ist das Wildcampen zwar offiziell ebenso nicht gestattet, jedoch hat man in den dortigen Ländern einen recht entspannten Umgang damit.

Wildcampen in Estland, Lettland und Litauen

unterwegs zum Nordkap

Im Baltikum galt der Grundsatz, das wildcampen so lange erlaubt ist, wie es nicht verboten ist. Allerdings ist es in Naturschutzgebieten oder Nationalparks verboten.

Wildcampen in Spanien, Italien und Portugal

In diesen Ländrn ist das Wildcampen verboten. Gerade in Italien ist das Camping im Wald, auf freien Flächen und am Strand strengstens Untersagt. Allerdings drückt die Polizei oft ein Auge zu, wenn man das Camping dort nicht übertreibt.

Wildcampen in Österreich

Wildcampen in Österreich ist nicht gestattet und wird mit einer Geldstrafe von bis zu 14.500 Euro geahntet.

Wildcampen in den USA und Kanada

In Städten, Nationalparks ist das Wildcamping in den USA und Kanada strengstens Verboten. Auf öffentlichem Land hingegen ist das Wildcamping erlaubt. Wichtig ist aber, auf die Beschilderung zu achten. Es gibt gewisse „Rest Areas“ in denen das Übernachten erlaubt ist.

In den nördlichen Region ist Wildcamping auch nicht ganz ungefährlich. Mal abgesehen von den Bären können auch Waldbrände gefährlich werden.

Wildcampen in Mexiko und Südamerika

In Mexiko ist durch die weitverbreitete Kriminalität von wildcamping grundsätzlich abzuraten. Das Gleiche gilt für den Großteil Südamerikas. Ist man wirklich in einer einsamen Region so kann man das übernachten wagen. Bei dem Rest empfiehlt es sich bei Hausbesitzern oder Grundstückseigentümrn zu fragen. Hier ist jedoch Menschkenntniss angebracht.

Wildcampen in Asien

Unterwegs in Nepal

In Asien ist Campen im allgemeinen nicht groß verbreitet. Das Wildcamping wird in einer Vielzahl an Ländern geduldet. Jedoch gibt es Regionale unterschiede, was Korruption oder Menschenansammlungen angeht. In Indien oder Nepal wird es sicher schwer fallen, einen einsamen Schlafplatz zu finden.

Wohin gegen in Laos, Kambodscha und Vietnam, bedingt durch den Vietnamkrieg in manchen Regionen noch zahlreiche Minen verbuddelt sind.

Mike Strübing

Mein Name ist Mike Strübing. Ich bin 1976 in Berlin Treptow geboren. Seit 2007 lebe ich im oberbayerischen Murnau am Staffelsee.

Ich halte es mit dem Spruch von Alexander von Humboldt:
»Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.( The most dangerous worldview is the worldview of those who have not viewed the world )«

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