Wer Lissabon besucht und ein spannendes Erlebnis haben möchte, sollte eine Fahrt mit der Tram 28 unternehmen. Es ist eines der spannendsten Erlebnisse in Lissabon, der Hauptstadt Portugals.
Die Tram wird von den Lisboetas, gerne als „Americano“ bezeichnet. Wieso? Weil die Straßenbahn, welche 1873 in Betrieb genommen wurde, aus den USA stammte. Noch heute fahren in der Altstadt vernehmlich die historischen Trams von früher. Und das hat Gründe.
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Strecke: Martim Moniz bis Campo de Ourique (Prazeres), quer durch Graça, Alfama, Baixa, Chiado und Estrela.
Dauer: etwa 40 bis 50 Minuten für die ganze Strecke.
Preis: Einzelfahrt beim Fahrer 3,30 €, mit aufgeladener Navegante-Karte ca. 1,90 €, 24-Stunden-Ticket 7,25 €.
Beste Zeit: früh morgens (vor 8 Uhr) oder am späteren Abend, dann ist die Bahn am leersten.
Sitzplatz-Trick: am westlichen Endpunkt Campo Ourique einsteigen – dort ist der Andrang viel geringer.
Sicherheit: Wertsachen vorne am Körper tragen, die Linie ist bei Taschendieben bekannt.
Für Kinder: gut geeignet, bei Gedränge die Kleinen an die Hand nehmen.
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Lissabons Straßenbahnnetz geht auf das Jahr 1873 zurück, als die erste Pferdebahn durch die Stadt fuhr. Die Wagen kamen damals aus den USA, deshalb nannten die Lisboetas sie „americanos“ – ein Spitzname, der bis heute an den gelben Straßenbahnen hängt.
Die Wagen, die heute auf der Linie 28 unterwegs sind, heißen Remodelados. Sie gehen auf Entwürfe der 1930er-Jahre zurück und wurden in den 1990er-Jahren technisch modernisiert – moderne Bremsen, Antrieb und Elektrik, dazu Überwachungskameras und Fahrkartenautomaten. Das hölzerne Interieur und die quietschenden Bremsen sind geblieben.
Warum fahren überhaupt noch Oldtimer? Die Gassen der Altstadt sind eng und steil, moderne Straßenbahnen passen dort nicht durch. Die kleinen Remodelado-Wagen sind die einzige Lösung – und machen die Fahrt zu einem besonderen Erlebnis.
Basílica da Estrela (Haltestelle: Estrela) – die mächtige Kuppelkirche im Westen der Stadt.
Castelo de São Jorge (Haltestelle: Lg. Portas Sol oder Miradouro Sta. Luzia) – die Burg thront über der Stadt; von der Haltestelle sind es noch etwa 20 bis 25 Minuten bergauf. Mehr zur Burg und zu den schönsten Aussichtspunkten findest du in unserem Lissabon-Sehenswürdigkeiten-Beitrag.
Miradouro das Portas do Sol und Miradouro de Santa Luzia – die klassischen Alfama-Aussichtspunkte mit Blick über die Dächer bis zum Tejo.
Sé de Lisboa (Haltestelle: Sé) – die Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert, das älteste Gotteshaus der Stadt.
Miradouro da Graça und Jardim da Cerca da Graça (Haltestelle: Graça) – grüne Aussichtsplätze mit weitem Panorama.
Praça Luís de Camões (Haltestelle: Pç. Luis Camões) – im Herzen von Chiado und Bairro Alto.
Cemitério dos Prazeres (Endhaltestelle: Campo Ourique) – der historische Friedhof am westlichen Ende der Linie.
Wichtig: Die Tram hält nicht direkt am Castelo de São Jorge. Von den Haltestellen in Alfama geht es zu Fuß weiter bergauf.
Der Vorteil der Nutzung der Tram 28 ist, das man an zahlreichen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeikommt. Allerdings ist der Platz in der Tram beschränkt, wie die Bilder erahnen lassen, besonders während der Fahrt zur Ponte 25 de Abril.
Es gibt 20 Sitzplätze und 38 Stehplätze. Wobei der Sitz direkt hinter dem Fahrer für ältere Menschen oder Schwangere gedacht ist, um ihnen eine angenehme Fahrt mit der Straßenbahn zu ermöglichen.
Auf der Strecke gibt es insgesamt 38 Haltepunkte an denen Ihr aussteigen oder zusteigen könnt.
Kompaktes Sightseeing
In relativ kurzer Zeit sieht man viele der bekanntesten Stadtteile, ohne ständig bergauf und bergab laufen zu müssen.
Historisches Flair
Die alten Wagen mit Holzinterieur und den typischen quietschenden Bremsen machen die Fahrt zu einem sehr besonderen Erlebnis.
Alltagsblick
Neben Touristen nutzen auch Einheimische die Bahn, sodass man das echte Stadtleben miterlebt – gerade außerhalb der absoluten Stoßzeiten.
Fotomotive
Ob in den engen Gassen von Alfama oder vor historischen Gebäuden: Die Tram ist selbst ein beliebtes Motiv und bietet gleichzeitig großartige Ausblicke.
In den Sommermonaten von Juli bis September ist die Bahn besonders voll, gerade an den Sehenswürdigkeiten. Es versteht sich von selbst, dass man bei frei werdenden Plätzen aufrückt und Menschen, die einen Sitzplatz nötiger haben, diesen überlässt. Wer fotografieren möchte, tut das am besten vom Sitzplatz aus oder hält sich gut fest, denn abrupte Bremsmanöver sind keine Seltenheit.
Die Strecke der Straßenbahn 28 führt durch einige der wichtigsten Viertel und Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Sie beginnt im Stadtteil Martim Moniz und endet in Campo de Ourique, wo man köstliche pastéis de nata probieren kann.
Die Tram 28 fährt durch die Stadtviertel Graca , Alfama , Baixa und Estrela. Die gesamte Fahrt mit der historischen Straßenbahn dauert etwa 40 bis 50 Minuten und führt die Passagiere durch enge Gassen, Hügel hinauf und vorbei an historischen Gebäuden in der Innenstadt von Lissabon.
Zu den Höhepunkten auf der Route gehören:
Die Tram 28 fährt in der Regel täglich, von den frühen Morgenstunden bis in den späten Abend hinein. Tagsüber sind die Intervalle meist relativ kurz, doch durch Verkehr und Staus in engen Straßen kann es zu unregelmäßigen Abständen kommen.
Gerade vormittags ab ca. 10 Uhr und am späten Nachmittag bilden sich oft längere Schlangen an den Startpunkten wie Martim Moniz. Wer Wartezeit vermeiden möchte, steigt besser sehr früh am Morgen oder später am Abend ein – oder an einer Zwischenhaltestelle, wo häufig weniger los ist.
Hier eine Übersicht zum aktuellen Fahrplan der Tram 28.
Für die Fahrt mit der Tram 28 gelten die normalen Tarife des Lissabonner Nahverkehrs. Am günstigsten fährst du mit einer aufgeladenen Navegante-Karte (früher Viva Viagem).
Variante | Preis |
|---|---|
Einzelfahrt beim Fahrer (auch kontaktlos) | 3,30 € |
Einzelfahrt mit Navegante-Karte (aufgeladen) | ca. 1,90 € |
24-Stunden-Ticket Carris/Metro | 7,25 € |
24-Stunden-Ticket Carris/Metro/CP (inkl. Vorortzüge) | 11,40 € |
Die Navegante-Karte selbst kostet einmalig 0,50 € und lässt sich in Metro-Stationen und an Verkaufsstellen aufladen. Das 24-Stunden-Ticket gilt rund um die Uhr ab der ersten Entwertung und schließt Metro, Busse, Straßenbahnen, die Standseilbahnen und den Elevador de Santa Justa ein.
Mit der Lisboa Card fährst du die Tram 28 kostenlos und erhältst zusätzlich freien oder ermäßigten Eintritt zu vielen Museen der Stadt.
Früh starten. Die Tram ist bei Touristen extrem beliebt. In den Sommermonaten sind die Wagen tagsüber oft hoffnungslos voll – früh am Morgen oder spät am Abend hast du mehr Platz und bessere Fotomotive.
Ab Campo Ourique einsteigen. Am westlichen Endpunkt wartet man kürzer und bekommt deutlich leichter einen Sitzplatz als am Hauptzustieg Martim Moniz.
Fensterplatz sichern. Die besten Blicke auf die engen Gassen und die Fassaden gibt es vom Fenster aus.
Wertsachen sichern. Die Linie ist bei Taschendieben bekannt. Trage Tasche und Rucksack vorne am Körper und achte beim Ein- und Aussteigen besonders auf das Gedränge.
Mit Kindern. Die Fahrt ist für Kinder ein Erlebnis. Bei vollem Wagen die Kleinen an die Hand nehmen und zügig ein- und aussteigen – die Tram fährt schnell weiter.
Kontaktlos zahlen. In den Wagen kannst du direkt mit Bankkarte oder Smartphone bezahlen; dabei gilt der Standardtarif von 3,30 €.
Die wichtigsten Informationen zu Preisen, Fahrzeiten, Einstieg, Fahrtdauer und Sehenswürdigkeiten entlang der beliebten Tramlinie.
Beim Fahrer kostet die Einzelfahrt 3,30 €. Mit einer aufgeladenen Navegante-Karte zahlst du nur etwa 1,90 €. Mit einem 24-Stunden-Ticket für 7,25 € kannst du den ganzen Tag beliebig oft mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.
Die Linie fährt täglich von etwa 5:40 Uhr bis 23:30 Uhr im dichten Takt. Am leersten ist es normalerweise früh morgens und am späteren Abend.
Für die komplette Strecke von Martim Moniz bis Campo de Ourique solltest du etwa 40 bis 50 Minuten einplanen. Je nach Verkehr, Wartezeiten und Andrang kann die Fahrt etwas länger dauern.
Am ruhigsten ist der westliche Endpunkt Campo de Ourique (Prazeres). Dort bekommst du meist leichter einen Sitzplatz. Der klassische Zustieg ist Martim Moniz; dort bilden sich allerdings häufig lange Schlangen.
Ja. Die Fahrt ist kurz, abwechslungsreich und für Kinder spannend. Bei einem vollen Wagen solltest du kleinere Kinder an die Hand nehmen und beim Ein- und Aussteigen besonders aufmerksam sein.
Nicht direkt. Die nächstgelegenen Haltestellen sind Lg. Portas Sol und Miradouro Sta. Luzia. Von dort sind es noch etwa 20 bis 25 Minuten Fußweg bergauf bis zur Burg.