Ho Chi Minh City (Saigon) - Reisetipps

Ho Chi Minh früher bekannt als Saigon, ist eine der hektischsten, kontrastreichsten und lebendigsten Städte Vietnams und in Gesamtasien. Die Schreibweise Saigon kommt aus den westlichen Ländern. Die richtige Schreibweise wäre Sài Gòn. 8,4 Millionen Menschen leben in dieser großartigen Stadt, welche durch seine zahlreichen französischen Kolonialbauten geprägt ist. Wobei das heutige Ho Chin Minh City um einiges größer ist, als das frühere Sài Gòn. Die Stadt besteht mittlerweile aus 19 Stadtbezirken (Quận) und fünf Landkreisen (Huyện).

In Ho Chi Minh City finden sich die meisten Motorroller in Vietnam. Dies führt zu einem chaotischen Verkehr. Zumindest auf den ersten Blick, für westliche Augen. 

Überblick

Einwohner:

8.993.082

Region:

Đông Nam Bộ 

Touri-Info:

www

Vorwahl:

+84 (28)

Postamt
Übersicht

Allgemeines

Ho Chi Minh liegt im Süden Vietnams, nördlich des Mekong-Deltas und ist 1.137 Kilometer von der Hauptstadt Hanoi entfernt. Bei einem Spaziergang durch die Straßen von Ho Chi Minh kannst Du die Gebäude im französischen Kolonialstil sowie Gebäude im orientalischen Stil entdecken. Wer mit offenen Augen unterwegs ist taucht ein in eine Stadt voller greifbarer Geschichte, die es zu entdecken gilt.

Die Geschichte von Ho Chi Minh, ehemals Saigon, geht weit zurück bis ins 1. und 6. Jahrhundert. Damals erbauten die Khmer hier ein kleines Fischerdorf. Die Herrschaft über das gesamte Gebiet, einschließlich Mekong Delta, lag damals beim Reich Funan. Erst später ging das gesamte Reiche bei den Khmer aus Angkor Wat auf.  Bis ins 17. Jahrhundert war das Gebiet fest in Khmer Hand. Es entstand eine Garnison und eine Handelsgemeinde.

Im Verlauf des 17. Jahrhundert übernahmen die aus Norden kommenden Vietnamesen immer mehr Regionen im Süden. Verantwortlich dafür war die Nguyễn-Dynastie, die in Hué ihren Königssitz hatte. 

Mehr zur Geschichte findest Du hier.

Ho Chi Minh ist in sechzehn nummerierte Bezirke unterteilt. Der erste Bezirk liegt am zentralsten. Hier finden sich die meisten Sehenswürdigkeiten. Die Altstadt, die am Saigon River liegt, besteht aus einem Netz von Straßen unterschiedlicher Breite, alle mit viel Charme, in denen sich Geschäfte, Restaurants und Cafés finden. 

Anreise

Flugzeug

Es gibt verschiedene Möglichkeiten nach Ho Chi Minh City zu gelangen. Das Flugzeug ist normalerweise eines der am häufigsten verwendeten Mittel, um nach Saigon zu gelangen. Der Tan Son Nhat International Airport ist der größte Airport Vietnams und liegt ca. 6 km vom Bezirk 1 in Ho Chi Minh City entfernt. Die Anbindung an die Stadt erfolgt hier mit Taxis oder komplizierter mit einem öffentlichen Bus. Ein öffentliches Nahverkehrsnetz mit U-Bahn oder S-Bahn gibt es nicht.

Günstige Flüge findet Ihr bei 5vorFlug oder Flüge.de.

Bahn

Auch die Anreise mit dem Zug ist möglich. Der Bahnhof befindet sich im Bezirk 3 und ist der größte in Vietnam, mit guten täglichen Verbindungen nach Hanoi. Die Eisenbahn in Vietnam ist eher was für Enthusiasten. Sie zählt nämlich mit zu den langsamsten der Welt. 

Auto/ Bus

Mit dem eigenen Mietwagen nach Ho Chi Minh anzureisen, ist schwierig. Zumal der internationale Führerschein in Vietnam nicht anerkannt ist und man eine extra Fahrerlaubnis benötigt. In Anbetracht des chaotischen Verkehrs wird man sicherlich schnell an seine Grenzen kommen.

Die Variante mit dem Bus ist in Anbetracht dieser Tatsachen die beste Entscheidung und neben der Anreise mit dem Flugzeug die meist genutzte durch Touristen. Vietnam verfügt über ein gutes Busnetz mit zahlreichen Schlafbussen, in welchem man Liegefläche eingebaut hat. Für alle Touristen mit einer Körpergröße von unter 1,80 m ein Traum. Für alle darüber heißt es zusammenfalten.

Buslinien zwischen Hanoi, Ho Chi Minh City oder Hue findest Du hier.

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Ben Thanh Market
Ben Thanh Market
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Öffentliche Verkehrsmittel

Busse

Ho Chi Minh City verfügt über ein Busnetz. Die Haltestellen liegen weit auseinander und eine gleichmäßige Taktfrequenz ist nicht zu erkennen. Der Ticketpreis variiert je nach Entfernung und reicht von 3.000 bis 10.000. U-Bahnen oder S-Bahnen gibt es nicht.

Taxis

In der ganzen Stadt gibt es viele Taxis, die auf der Straße angehalten werden können. Nehme am besten immer nur Taxis mit Taxameter. Bei allen anderen solltest Du den Preis vorab aushandeln, sonst wirst Du über den Tisch gezogen.

Streetfood und Restaurants

Die Bürgersteige von Ho Chi Minh sind gesäumt von Essensverkäufern. Mitten auf der Straße zu essen ist eines der Hobbys der Vietnamesen und in Saigon ist es leicht gutes, einfaches Essen zu bekommen. Die Köche an diesen Straßenständen sind innovativ. Sie kochen die Suppe auf gewöhnlichen Brennern und garen das Fleisch auf Holzkohlegrills. Diese köstlichen, bescheidenen Mahlzeiten bilden jedoch die ideale kulinarische Essenz: Eine Balance zwischen süß, sauer, scharf und salzig.

Es gibt kleine Lokale mit vietnamesischen Spezialitäten und gemütlichen Innenräumen oder Terrassen. Berühmt sind zum Beispiel vietnamesische Sandwiches, Säfte und die vielen tropischen Früchte wie Rambutan oder Mangosteen, die an jeder Straßenecke verkauft werden. Rund um den Ben Thanh Market gibt es viele Streetfood-Stände.

Unsere Tipps für Dich:

  • Bun Bo Nam Bo – 76 Nguyen Thai Binh, Quận 1, Thành phố Hồ Chí Minh, Vietnam – Nettes, kleines Restaurant. Tipp sind hier die Frühlingsrollen oder das Bun Bo Nam Bo

  • Pho Hung – Nguyen Trai Road 241, Nguyen Cu Trinh Ward – Regionale Küche mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis

Verkehr in Ho Chi Minh City
Verkehr in Ho Chi Minh City
Übersicht

Sehenswürdigkeiten

Kriegsmuseum

Das wohl spannendste, aber auch am schwersten zu verdauende Sehenswürdigkeit ist das Kriegsmuseum. Vor allem die Fotos aus dem Vietnamkrieg haben uns sehr nachdenklich gemacht. Es ist kein angenehmer Besuch, wer aber das Land verstehen will und mehr darüber erfahren möchte, der MUSS hierher.

  • Öffnungszeiten von Montag bis Sonntag von 7:30 – 18:00 Uhr
  • Ticketpreis: 40.000 VND

 

Kaiser-Jade-Pagode

Die 1909 erbaute Kaiser-Jade-Pagode wurde zu Ehren des taoistischen höchsten Gottes, des Himmelskönigs Ngoc Hoang, errichtet. Es ist eines der fünf wichtigsten Heiligtümer in Ho-Chi-Minh-Stadt und wird wegen des kleinen Teichs am Eingang seit einiger Zeit auch als Tempel der Schildkröten bezeichnet.

Giac Lam Pagode

Giac Lam Pagode in Binh als Distrikt im 18. Jahrhundert erbaut, ist vermutlich eine der ältesten in Ho – Chi – Minh. Dieses buddhistische spirituelle Zentrum ist von einer Mauer umgeben.

Kathedrale Notre Dame

Während des französischen Kolonialismus Ende des 19. Jahrhunderts, wurde diese katholische Kathedrale zunächst als Kirche von Saigon und später als Kathedrale Notre Dame erbaut. Die zwei imposanten 58 Meter hohen Türme und der rote Backstein aus Marseille machen die Kathedrale zu einem beeindruckenden Bau in Vietnam, wie es ihn hier nur selten zu sehen gibt.

Zentrale Post

Das vom französischen Architekten Alfred Foulhoux entworfene Central Post Office von Ho Chi Minh ist ein im Stil der französischen Kolonialzeit erbautes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Im Inneren finden sich ein bunter Marmorboden sowie alte Telefonzellen, die in eine andere Epoche des indochinesischen Reiches führen.

Thien Hau Pagode

Die Thien Hau Pagode wurde im 18. Jahrhundert von der kantonesischen Gemeinde, die Ho Chi Minh bewohnte, erbaut und ist eine buddhistische Pagode, die der Meeresgöttin Mazu gewidmet ist.

Palast der Wiedervereinigung

Das Gebäude, dass wir heute sehen, wurde vom vietnamesischen Architekten Ngo Tiet Thu entworfen. Alle Räume sind seit der südvietnamesischen Niederlage absolut intakt geblieben. Seitdem ist es ein Symbol für den Fall von Saigon am 30. April 1975.

Chinatown

Ho Chin Minhs Chinatown, auch bekannt als Cholon oder Chinatown, liegt im Bezirk 5 etwas weiter vom historischen Zentrum der Stadt entfernt. Trotzdem lohnt es sich einen Ausflug zu machen, um es zu besuchen.

In Cholon könnt ihr auf dem Binh Tay-Markt, dem größten Markt in der Umgebung, einkaufen und allerlei Kunsthandwerk oder Lebensmittel kaufen. In den Straßen von Chinatown findet ihr zudem mehrere Tempel und Pagoden im chinesischen Stil, wie die Pagode Ong Bon – im 18. Jahrhundert von chinesischen Einwanderern erbaut –, die Pagode Tam Son Hoi Quan oder die Pagode Thien Hau.

Die Oper

Eine weitere Sehenswürdigkeit in Ho Chi Minh ist das Opernhaus, ebenfalls erbaut im Stil der  französischen Kolonialarchitektur. Es wurde 1897 vom Architekten Eugéne Ferret entworfen und kann im Herzen der Stadt besichtigt werden. 

Übernachtungen

Wie man sich sicher denken kann, ist die Auswahl an Unterkünften in Ho Chi Minh City riesig. Daher ist der Preiskampf enorm und das Preis-Leistungs-Verhältnis in der Regel gut. Generell gibt es über die gesamte Stadt gut verteilt Unterkünfte für jeden Geldbeutel.

Eine Übersicht findest Du *hier.

Unsere Empfehlung:

  • * Cochin Zen Hotel – Hotel mit grandiosem Ausblick über Saigon. Das Hotel befindet sich im Zentrum von Ho Chi Minh City.
Wiedervereinigungs-Palast
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Strom

Das Stromnetz in Vietnam beträgt 220 Volt Wechselstrom bei einer Frequenz von 50 Hertz. Zudem gibt es in Vietnam unterschiedliche Steckdosen für Stecker-Typ A, C & G. Daher empfiehlt es sich einen *Universaladapter mitzunehmen.

Einkaufen

Wenn Du Lust auf lokales Kunsthandwerk wie lackierte Teller und Schalen hast und auch kleine Modeboutiquen besuchen möchtest, dann bist Du am Dong Khoi und dem Nguyễn Huệ Boulevard richtig. Auf dem Ben Thanh Market findest Du auch allerlei Souvenirs, während in Chinatown Cho Binh Tay Market Gewürze, Seide und andere Textilien angeboten werden.

In Ho Chi Minh City gibt es mit dem CitiMart oder dem Co.op Mart zwei Supermarktketten, die im westlichen Stil aufgebaut sind. Also wer nach einer langen Reise durch Südostasien mal wieder Lust auf heimische Gefühle hat, der ist hier genau richtig.

Internetzugang

Wenn Du Dich in Ho Chi Minh City mit dem Internet verbinden möchten, ist das wie in Gesamtsüdostasien absolut kein Problem. Fast jedes Hotel, Restaurant oder Cafe bietet einen kostenlosen Zugang zum Internet.

Oder Du kaufst Dir einen günstige *SIM Karte mit 4G und bis zu 7 GB Daten Volumen.

Geld wechseln

Der erste Anlaufpunkt ist sicherlich der Flughafen. Hier gibt es zahlreiche Wechselstuben oder Geldautomaten, an denen man Geld ziehen kann.

Ansonsten findet ihr überall in Ho Chi Minh City eine Vielzahl von Geldautomaten. Gerade im Zentrum ist es absolut kein Problem Geld abzuheben oder zu wechseln.

Achtung: In Vietnam ist viel Falschgeld im Umlauf. Gerade neuartige Scheine, welche sich etwas „wachsig“ anfühlen, sollten stutzig machen. Seid ihr unsicher, so bittet euer Gegenüber einfach um einen anderen Geldschein. Der Blick sagt Euch dann schon, ob Ihr richtig gelegen habt. 

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