Fjord Norwegen mit Wohnmobil und Kind

Vestland ist die Region der Fjorde. Hier befinden sich die bekanntesten Touristenfjorde wie der Geirangerfjord, Hardangerfjord oder Sognefjord. Der Sognefjord ist mit 1300m der tiefste Fjord der Welt. Die Städte Stavanger und Bergen gehören zum Vestland.

Tosende Wasserfälle stürzen sich von den Bergen bis in die Fjorde. Der Trollvegen, Europas höchste senkrechte Felswand und der Trollstigen, eine atemberaubenden Straße die sich über mehrere Kurven den Berg entlang nach oben schlängelt, sind Teil dieser atemberaubenden Landschaft.

Übersicht

Stavanger

In Stavanger vermischen sich Moderne und Geschichte hervorragend. Wir nächtigen auf einem kostenlosen Parkplatz, in der Nähe des Stadions und hinter einem Friedhof. Bereits in der Vorsaison Mitte Mai standen auf dem Parkplatz viele Wohnmobile. Hier kann es also im Sommer voll werden.

Das Risiko keinen Stellplatz zu bekommen ist der Besuch aber wert. Vom Parkplatz geht es 20 Minuten bergab bis ins Zentrum von Stavanger. Die Kleine fährt hier mit ihrem Roller, was zumindest bergab prima funktioniert.

Am Stadion und auch in Richtung Stadtzentrum finden sich immer wieder kleinere Spielplätze.

Stavanger lässt sich gut zu Fuß erkunden. Es finden sich im Stadtzentrum, beispielsweise kleinere Skulpturen, in Form von Pferden, Kindern oder Schafen. Mit der passenden Story lassen sich hier einige Kinderfußkilometer heraus schinden. Am Ölmuseum ist ein größerer Spielplatz aus altem Zubehör der Ölindustrie. Nett gemacht und vor allem hat man einen schönen Ausblick auf die Fjordlandlandschaft von Stavanger. Bänke für eine Brotzeit sind vorhanden. 

Stavanger mit Kind

Stavanger liegt eingebettet zwischen Fjorden und Wäldern in einer malerischen Kulisse. Die Stadt gilt als das Tor zu den Fjorden.

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Wohnmobilstellplatz

Wir haben bei unserem Besuch den kostenfreien Wohnmobilstellplatz am Friedhof genutzt.

  • Tordenskjolds gate 79 4009, Stavanger, Norwegen

Stavanger Hafen
Stavanger Hafen

Ardalsfjord

Entlang der Straße No. 13 fahren wir am Ardalsfjord durch die einmalige Fjordlandschaft Norwegens. Es gibt in Norwegen nicht die eine spezielle Straße, die man gefahren haben sollte. Norwegen ist überall schön und überall anders finden wir.

Den Preikestolen hatten wir uns eigentlich vorgenommen zu besteigen. Allerdings sind wir uns nicht sicher, ob unsere Tochter Charlotte den Weg nach oben mit 4 Jahren gut schafft. So verschieben wir dies auf ein andermal.

Dafür unternehmen wir entlang der No. 13 kleinere verschiedene Erkundungsausflüge in die Wälder und entdecken gemeinsam das Ufer des Fjordes.

Ausblick auf den Sandfjord
Ausblick auf den Sandfjord

Sand

In Sand, am gleichnamigen Sandfjord, bleiben wir für eine Nacht. Der Stellplatz am Hafen ist bereits mit 2 Wohnmobilen zu viel überfüllt. Da wollen wir nicht noch das dritte sein, auch wenn der Platz herrlich ist und einen schönen Ausblick auf den Sandfjord bereithält.

Wir entscheiden uns für einen Stellplatz oberhalb von Sand, an einem kleinen Wasserfall mit Wasserbucht. Von hier aus spazieren wir am Nachtmittag mit Roller und gut gelauntem Kind in Richtung Hafen. Mit einer aufgeweckten und neugierigen Tochter, die sich alles genau anschaut, brauchen wir dafür 15 Minuten.

Das Stadtzentrum von Sand ist schnell erkundet. Neben einem Supermarkt, einer Tankstelle, einer Autowerkstatt und dem traumhaften Naturerlebnis gibt es sonst nicht viel zu sehen.

Dafür wartet aber an unserem Stellplatz der Fluss und ein paar Wandermöglichkeiten auf uns. Eine davon, nämlich die Wanderung auf den Fiskebergäsen, werden wir am nächsten Morgen in Angriff nehmen, wenn das Wetter laut App besser sein soll.

Kurz hinter Sand, etwa 20 Kilometer in nördlicher Richtung, kommt auf der rechten Seite ein direkt an einem kleinen Wasserfall gelegenes Museum. Das ganze nennt sich „Kvednahola at Vasshus“. Wobei Museum nicht falsch verstanden werden darf: Es handelt sich dabei um ein paar Holzhütten, welche am Wasserfall aufgebaut wurden. Das Ganze ist kostenfrei.

Hier verbringen wir kurz entschlossen eine weitere Nacht. Den Nachmittag nutzen wir für Erkundungen und spielen am und um den Wasserfall.

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Wasserfall Richtung Odda
Wasserfall Richtung Odda

Odda

Kurz hinter dem kleinen unscheinbaren Ort Odda, der bis zur Industrieansiedlung Anfang des 20. Jahrhundert zu einem der beliebtesten Urlaubsorte des Landes gehörte, befindet sich rechter Hand der Straße No. 13 ein tolles und spannendes Vasskraft Museum.

Die gesamte Strecke am Sorfjord ist ein wahrer Traum, wenn denn nur das Wetter noch besser wäre. Bei Sonnenlicht und blauem Himmel kommt man aus dem Fotografieren bestimmt nicht mehr raus.

Bei uns hingegen: Regen und tiefhängende Wolken, die nur selten den Blick auf die Berggipfel freigeben. Entschädigt werden wir dafür mit so manch spannendem Wasserfall, welche tosend zu Tale stürzen.

Blick vom Fløyen, Bergen
Blick vom Fløyen, Bergen

Bergen

Bergen empfängt uns mit Regen, Regen, Regen, Sonne und wieder Regen. Wir beziehen auf dem Lone Campingplatz, rund 30 min mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vom Zentrum entfernt, einen wunderschönen Stellplatz mit Blick auf einen See. Für unsere Tochter ist aber vor allem der kleine Tierpark mit Hasen und Hühnern von großem Interesse. Hier nutzen wir den Tag der Ankunft um endlich mal wieder Wäsche zu waschen. Natürlich (wie in Norwegen üblich) gegen ein kleines Entgelt.

Am nächsten Morgen machen wir uns auf in die Stadt. Die Anbindung funktioniert reibungslos. Erst mit dem Bus No. 50 bis zur Endstation und dann mit der Tram direkt ins Zentrum. Im Zentrum angekommen – Regen. Auf dem Weg ins Hanseviertel lässt dieser dann zum Glück nach und wir können auf den Spuren der alten Kaufleute wandeln. Ruhe und Einsamkeit findet man hier keine. Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff“ liegt im Hafen und hat seine über tausend Hotelgäste ins Zentrum ausgeschüttet.

Wir ergreifen die Flucht und fahren mit der Bahn hoch auf den Floyen. Das wiederum machen auch alle anderen. Erst oben auf dem Fløyen verläuft es sich dann etwas. Neben dem tollen Ausblick auf die Stadt ist unsere Tochter begeistert und überwältigt.

Gibt es doch hier oben auch einen weitläufigen und gut ausgestatteten Kinderspielplatz. Was will ein Kind mehr. Im Floyen Cafe gönnen wir uns später zwei Zimtschnecken, ein Eis und zwei Kaffees zu einem (für norwegische Verhältnisse) erstaunlich günstigen Preis.

Wer will, kann hier oben auch mehrere kleinere Wanderungen unternehmen (teilweise kinderwagentauglich). Auch führt ein 45 minütiger Wanderweg wieder runter in die Stadt.

Bergen mit Kind

Bergen ist die zweitgrößte Stadt Norwegens und ein wichtiges Kulturelles Zentrum. Eine Stadt, in der Geschichten und kulturelle Traditionen gelebt werden.


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Campingplatz

Lone Camping AS

  Adresse: Hardangerveien 697 5268 Haukeland
  • 7 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, mit großem Kinderspielplatz und Streichelzoo. Der Platz liegt direkt am See und hat eine Bademöglichkeit
Ålesund Blick auf die Stadt
Ålesund Blick auf die Stadt

Ålesund

Die Stadt des Jugendstils und seiner atemberaubenden Umgebung sollte man unbedingt mit auf seinen Reiseplan in Richtung Norden nehmen. Mal abgesehen davon, dass die Stadt nicht weit vom Geiranger Fjord entfernt liegt und der Weg nach Ålesund alleine schon ein Highlight ist, ist die Stadt von oben betrachtet einfach wundervoll.

Vom Hausberg Aksla ergibt sich ein Blick auf die Stadt, den man so nirgends anders findet. Die Stadt erstreckt sich über mehrere kleinere Inseln. Durch einen Brand wurden Anfang des 19. Jahrhunderts über 800 Holzhäuer im Stadtzentrum vernichtet. 10.000 Menschen wurden dabei von einem Tag auf den anderen obdachlos.

Schnelle Hilfe kam von Kaiser Wilhelm aus Deutschland, der noch am Tag des Brandes sofortige Hilfe zusagte und entsendete. Der Wideraufbau der Innenstadt erfolgte im damals üblichen Jugendstil, der bis heute das Stadtbild von Ålesund prägt.

Ålesund mit Tipps für Familien

Ein Blick von Hausberg Aksla offenbart die komplette Schönheit der Stadt.


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Wohnmobilstellplatz

Die Stadt verfügt über zwei Wohnmobilstellplätze direkt in der Stadt.

Hjelsetgården Bobilparkering, 

Adresse:Sorenskriver Bulls gate 29, 6002 Ålesund, Norwegen
  • Dusche und Strom im Preis inkl. (28,-€ pro Nacht / Stand 06/2022)
  • 10 min bis zum Park

Ålesund bobilparkering AS, Adresse:Nedre Strandgate 31A, 6004 Ålesund, Norwegen
  • 5 min bis in die Altstadt
Entlang der E 39 Ålesund - Åndalsnes
Entlang der E 39 Ålesund - Åndalsnes

Åndalsnes

Der Schock. Vor vier Jahren waren wir bereits schon einmal in diesem kleinen, bei Wanderern sehr beliebten Ort, direkt am Fjord. Damals trafen sich hier die Norwegenurlauber auf der Suche nach Natur.

Vier Jahre später gibt es in Åndalsnes einen Kreuzfahrtschiffanleger. Auf die kleine Stadt mit seinen gerade mal 2.500 Einwohner kommt an einem Tag noch mal die gleiche Anzahl Menschen, alleine nur aus einem Kreuzfahrtschiff. Zumindest, wenn es AIDA oder Mein Schiff ist. Und so sind wir geschockt, als wir am Morgen im Hafen parken. Auf dem Schiff ist noch Frühstücks- oder Vorbereitungszeit. Die Stadt ist ruhig und bei Regen kaum jemand auf den Straßen.

Dann kommen so langsam die ersten Reisebusse. Etwa 20 Busse stellen sich in der Nähe der AIDA auf. Die Tore des Riesen werden geöffnet und in kürzester Zeit sind hunderte Urlauber auf dem Weg Richtung Trollstigen. Die anderen stürmen die Gipfelbahn, um einen Blick auf den Fjord zu erhaschen. Zwei Minuten hat man um sich auf der Aussichtsplattform aufzuhalten, denn alle wollen ein Bild machen. Somit wissen wir, wo wir heute nicht hin müssen. Vor allem bei dem vorherrschenden Wolken- und Nieselwetter.

Wer nicht auf dem Berg oder mit dem Bus unterwegs ist, spaziert durch die Stadt. Läuft zur einzigen Kirche oder in einen der Souvenirshops, die es so überall in Norwegen gibt.

Unweit von Åndalsnes findet sich der Trollvegen. Hierbei handelt es sich um die längste Steilwand Norwegens. Glatte 1000 Höhenmeter ragt er senkrecht in den Himmel.

Auf den Schock von Åndalsnes folgt für uns eine der zahlreichen Traumstraßen in Norwegen. Die E 136 in Richtung Dombas. 100 Kilometer traumhafte Landschaft mit Flüssen und Wasserfällen, zahlreichen Stellplatzmöglichkeiten. Ein Wegstück, für das man sich Zeit nehmen sollte.

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